FAQ: Innovationsscheck mit Selbstbehalt ab 2018

Diese Seite liefert Wissenswertes zur neuen Förderlinie „Innovationsscheck mit Selbstbehalt“ (De-minimis-Beihilfe) in Form von Fragen und Antworten. Für weiterführende Fragen stehen Ihnen kompetente MitarbeiterInnen unter der KMU-Hotline T +43 (0)5 77 55 - 5000 und innovationsscheck@ffg.at zur Verfügung.

Was ist ein Innovationsscheck mit Selbstbehalt und an welche Zielgruppe richtet er sich?

Der Innovationsscheck mit Selbstbehalt ist ein neues Förderinstrument der FFG für Klein- und Mittelunter­nehmen mit Betriebsstätte und/oder Forschungsstandort in Österreich.


In welcher Höhe wird der Innovationsscheck mit Selbstbehalt ausgestellt?

Der Innovationsscheck mit Selbstbehalt wird in der Höhe von bis zu € 10.000,- ausgestellt. In diesem Spektrum ist der Scheck individuell nutzbar. Die Förderquote beträgt 80 %. Um den € 10.000,- Innovationsscheck in voller Höhe nutzen zu können, sind Projektkosten in der Höhe von € 12.500,- erforderlich. Kosten unter € 12.500,- werden aliquot unterstützt. z. B. Projektkosten in der Höhe von € 10.000,- werden mit € 8.000,- gefördert (Förderquote 80 %).

Bei vorsteuerabzugs­berechtigten Klein- und Mittelbetrieben wird die Umsatzsteuer nicht als Kostenfaktor angesetzt.


Welche Leistungen können mit dem Innovationsscheck mit Selbstbehalt bezahlt werden?

a) Forschungsbasierte Ideenstudien (wie beispielsweise Konzeptentwicklungen, thematisch und technologisch offene bzw. auch nicht technologische Vor- und begleitende Studien, Vorarbeiten für technologische Problemlösungen) sowie Forschungsarbeiten zur Umsetzung innovativer Ideen
b) Vorbereitungsarbeiten für ein Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsvorhaben (inkl. Analysen zur Vollständigkeit von technischen Lösungsansätze sowie deren Ausarbeitung)
c) Entwicklung von neuartigen Algorithmen und Methoden
d) Vorbereitung und Einleitung von patentierbaren Entwicklungen
e) Unterstützung bei der Prototypenentwicklung (z.B. Wissenschaftliche Begleitung bei der Durchführung von Funktionstests und anschließenden Optimierungsarbeiten) 
f) Konzepte für technisches Innovationsmanagement (Proof of concept)


Wie oft kann der Innovationsscheck mit Selbstbehalt bezogen werden?

Ein Unternehmen kann einen Innovationsscheck pro Jahr erhalten.


Wie lange ist der Innovationsscheck mit Selbstbehalt gültig?

Der Innovationsscheck mit Selbstbehaltgilt ein Jahr ab Ausstellungsdatum. Die Gültigkeit von Innovationsschecks kann nicht verlängert werden.


Welche Richtlinien gelten für den „Innovationsscheck mit Selbstbehalt“?

Bei dieser neuen Förderlinie gilt der Leitfaden zum Innovationsscheck mit Selbstbehalt welcher als Download in der aktuellen Version zur Verfügung  steht. Die dem Leitfaden zugrunde liegende Richtlinie ist die FFG-Richtlinie KMU.


Wo kann der Innovationsscheck mit Selbstbehalt eingelöst werden?

Potenzielle Partner sind außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Fachhochschulen und Univer­sitäten. Hilfestellung bei der Suche nach dem geeigneten Forschungspartner bietet Ihnen die ForscherInnendatenbank sowie unsere Innovations­scheck-Hotline unter der Tel. 05 7755-5000.


Wie erfolgt der Umgang bei einer eventuellen Knappheit an Innovationsschecks?

Sollte die Nachfrage die aufgelegte Stückanzahl an Innovationsschecks überschreiten, so erfolgt die Vergabe nach dem „first come – first serve“ Prinzip.


Der Innovationsscheck mit Selbstbehalt und „De minimis“?

Die EU-beihilfenrechtliche Basis für die Förderungsfähigkeit des Innovationsschecks mit Selbstbehalt bildet die Verordnung (EG) Nr. 1407/2013 der Kommission vom 18. Dezember 2013 über die Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union auf „De-minimis-Beihilfen“ - in der jeweils geltenden Fassung.

Die FörderungswerberInnen werden im Zuge der Antragsstellung schriftlich darauf hingewiesen, dass die in Form des Schecks gewährte Förderung eine De-minimis-Beihilfe ist. Die FörderungswerberInnen bestätigen im Antragsformular, dass ihre Beihilfen aus "De minimis"-Programmen in den letzten 3 Jahren die Obergrenze von insgesamt € 200.000,- nicht überschritten haben und der Definition „ein einziges Unternehmen“ nach Art.2 dieser Verordnung entsprechen. Aufgrund der De-minimis-Regelung sind Innovationen im landwirtschaftlichen Bereich sowie im Bereich der Fischerei nicht mittels Innovationsscheck förderbar.


Wird die Umsatzsteuer gefördert?

Wenn Ihr Unternehmen vorsteuerabzugsberechtigt ist, hat der Innovationsscheck für Ihr KMU eine schuldbefreiende Wirkung bis maximal € 10.000,- für den Netto-Betrag (= exkl. Ust.) der Rechnung, die von der Forschungseinrichtung an Sie nach der Leistungserbringung gelegt wird. Wenn auf der Rechnung der Forschungseinrichtung eine Umsatzsteuer ausgewiesen ist, so ist diese von Ihnen gesondert an die Forschungseinrichtung zu überweisen.
Wenn Ihr Unternehmen NICHT vorsteuerabzugsberechtigt ist, hat der Innovationsscheck für Ihr KMU eine schuldbefreiende Wirkung bis maximal € 10.000,- für den Brutto-Betrag (= inkl. Ust.) der Rechnung, die von der Forschungseinrichtung an Sie nach der Leistungserbringung gelegt wird. In diesem Fall ist auch die Umsatzsteuer im Ausmaß von 80 % förderbar.

KMU-Hotline

KMU-Hotline
T +43 (0)5 77 55 - 5000
innovationsscheck@ffg.at