Der Kostenanteil der Forschungseinrichtung wird mit 50 % Zuschuss berücksichtigt und damit besser gefördert als firmeninterne Kosten (üblicherweise 50 % als Mix aus Zuschuss und Darlehen).

Bei der Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen (Universitäten, FHs, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen) sind zwei Antragsvarianten möglich:

a) Vergabe eines Subauftrags an die Forschungseinrichtung. Die Zusammenarbeit und die Rechte sind frei gestaltbar. Ein Angebot ist als Anhang bei der jeweiligen Drittkostenposition beizufügen (PDF-upload im eCall), die Kosten sind der Kategorie "Leistungen Dritter" zuzuordnen. Bei dieser Variante ist eine Anhebung der Förderungsobergrenze nicht möglich.

b) Durchführung als Forschungskooperation:

  • Eine Kooperation bedeutet, dass die Partner gemeinsame Ziele verfolgen, Ergebnisse und Risken teilen. Insbesondere erhält die Forschungseinrichtung das Recht, die Ergebnisse die sich aus ihren Tätigkeiten ergeben, zu veröffentlichen und weiter zu verwenden.
  • Im (gemeinsamen) Arbeitsplan in der Projektbeschreibung ist anzugeben, welche Arbeiten von den jeweiligen Partnern durchgeführt werden. 
  • Die Kosten der Forschungseinrichtung sind unter „Leistungen Dritter“ anzuführen. Von der Forschungseinrichtung ist eine Darstellung der geplanten Arbeiten sowie eine detaillierte Kalkulation der Kosten (z. B. nach Arbeitspaketen, Angabe von Stundenzahlen und Stundensätzen, Gliederung in Personalkosten und sonstige Kosten) zu erstellen und als Anhang bei der Kostenposition hochzuladen.
  • Zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtung ist vor Beginn des Vorhabens ein Kooperationsvertrag abzuschließen. Dieser Kooperationsvertrag ist der FFG vor Auszahlung der 1. Rate vorzulegen (Auflage im Förderungsvertrag).
  • Ist der Kostenanteil der Forschungseinrichtung >10% der Gesamtkosten und sind die oben genannten Bedingungen einer Forschungskooperation erfüllt, kann die Förderungsobergrenze um 15% erhöht werden. Dadurch ist  z.B. bei EFRE-geförderten Projekten oder in Verbindung mit Bundesländer-Förderungen eine höhere Förderung möglich.
     

Im eCall ist unter "Forschungskooperation" anzugeben, für welche der beiden Varianten man sich entscheidet. Auswahl: "Basisprogramm Einzelprojekt"


EU-Fördergrenzen / Experimentelle Entwicklung

Kooperationsschart 2019

 


Erläuterungen zur maximal möglichen Förderung laut EU-Rahmen

In dem seit 1.1.2007 gültigen EU-Gemeinschaftsrahmen werden die aus Wettbewerbsgründen maximal zulässigen Barwertobergrenzen für Förderungen geregelt. Die für Einzelprojekte geltenden Höchstwerte von 25% (MU: 35%, KU: 45%) werden dabei um 15% erhöht, wenn die Kooperationen folgende Bedingungen erfüllen:

Kooperation mit Forschungseinrichtungen
Für eine Anerkennung im Sinne des EU-Gemeinschaftsrahmens darf die Forschungseinrichtungen nicht als Subauftragnehmer in das Projekt eingebunden werden. Es ist ein Publikationsrecht zu garantieren, über dessen praktische Handhabung mit Blick auf eine "Neuheitsschädlichkeit" z. B. bei der beabsichtigten Anmeldung eines Patents am besten vorab Einvernehmen erzielt wird.

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