Horizon Europe: Cluster 1 "Gesundheit"

Innovationen in der Gesundheitsforschung und Gesundheitssystemen fördern

In Cluster 1 „Gesundheit“ finden sich viele Themen aus der Gesundheitsforschung wieder. Projekte decken möglichst das gesamte Spektrum des Forschungs- und Innovationszyklus ab und sollen auch zur Umsetzung von Forschungsergebnissen in der Versorgung beitragen.

Details

Programmeigentümer/ Geldgeber Europäische Kommission
Thema
Gesellschaft, Informationstechnologie, Lebenswissenschaften, Material und Produktion, Umwelt und Energie
Förderinstrument
Geltungsbereich
international
Partner

Erforderlich

In der Regel ist zur Beteiligung am Rahmenprogramm ein Konsortium aus mindestens drei voneinander unabhängigen Rechtspersonen notwendig. Jede dieser Rechtspersonen muss ihren Sitz in einem unterschiedlichen europäischen Mitgliedsstaat oder mit Horizon 2020 assoziiertem Staat haben. Für manche Unterprogramme gelten abweichende Teilnahmebedingungen. Außerdem können Arbeitsprogramme und Arbeitspläne zusätzliche Bedingungen enthalten. Diese sind aus der jeweiligen Ausschreibung ersichtlich. In der Regel ist zur Beteiligung am Rahmenprogramm ein Konsortium aus mindestens drei voneinander unabhängigen Rechtspersonen notwendig. Jede dieser Rechtspersonen muss ihren Sitz in einem unterschiedlichen Europäischen Mitgliedstaat oder in einem mit Horizon Europe assoziierten Staat haben, jedoch muss mindestens eine Rechtsperson in dem Konsortium ihren Sitz in einem Europäischen Mitgliedstaat haben. Für manche Unterprogramme gelten abweichende Teilnahmebedingungen. Außerdem können Arbeitsprogramme und Arbeitspläne zusätzliche Bedingungen enthalten. Diese sind aus der jeweiligen Ausschreibung ersichtlich.

Einreichung
Einreichung nach Ausschreibungs-Prinzip
FFG-Bereich
Europäische und Internationale Programme
Was wird gefördert „Forschungsvorhaben“ (RIA) sowie „Koordinierungs- und Unterstützungsvorhaben“ (CSA) werden in Horizon Europe mit 100 % der direkten Kosten, „Innovationsvorhaben“ (IA) grundsätzlich mit 70 % der direkten Kosten gefördert. Non-Profit-Organisationen erhalten in allen drei genannten Vorhaben immer 100 % der direkten Kosten ersetzt (d.h. auch bei „Innovationsvorhaben“). Die indirekten Kosten („Gemeinkosten“) werden mit einer einheitlichen Pauschale von 25 % der gesamten erstattungsfähigen direkten Kosten abgegolten.
Min. / max. Förderung n.a. / n.a.
Förderbare Kosten Erstattungsfähig sind Kosten, die einem Begünstigten (Fördernehmer) tatsächlich entstanden sind (also reale, keine fiktiven Kosten) und die folgende Bedingungen erfüllen: a) Sie sind während der Projektdauer entstanden (Ausnahme: in Zusammenhang mit dem Abschlussbericht entstandene Kosten), b) sie sind im Kostenvoranschlag des Projekts ausgewiesen, c) sie sind für die Projektdurchführung notwendig, d) sie sind identifizierbar und kontrollierbar, entsprechen den im jeweiligen Land geltenden Rechnungslegungsgrundsätzen und sind in der Buchführung und Kostenrechnung des Begünstigten erfasst, e) sie entsprechen den geltenden steuer- und sozialrechtlichen Bestimmungen und f) sie sind angemessen und gerechtfertigt und entsprechen dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit, insbesondere hinsichtlich der Sparsamkeit und Effizienz. (vorbehaltlich etwaiger Änderungen, da noch in Verhandlung)
Min. / max. Laufzeit 0 Monate
Verfügbarkeit von 01.01.2021 - 31.12.2027

In jährlichen Ausschreibungen mit vorgegebenen Themen wird die Vernetzung der medizinischen Grundlagenforschung mit der klinischen, epidemiologischen, der Umwelt- und der sozioökonomischen Forschung gefördert. Ein wichtiges Thema der Forschungs- und Innovationsprojekte sind auch digitale Lösungen und Gesundheitssysteme.

Programmschwerpunkte Cluster 1 „Gesundheit“

  1. Gesundheit im gesamten Lebensverlauf
  2. Ökologische und soziale Gesundheitsfaktoren
  3. Nicht übertragbare und seltene Krankheiten
  4. Infektionskrankheiten
  5. Instrumente, Technologien und digitale Lösungen für Gesundheit und Pflege
  6. Gesundheitssysteme

Themen der onkologischen Forschung bilden keinen eigenen Schwerpunkt, sondern sind großteils im Rahmen der Mission „Krebs“ angesiedelt. (s. u.)

Europäische Partnerschaften im Gesundheitsbereich

Zusätzlich zu den Ausschreibungen im Cluster 1 „Gesundheit“ wird es auch Fördermöglichkeiten im Rahmen öffentlich-öffentlicher und öffentlich-privater Partnerschaften geben, die aus den Mitteln von „Horizon Europe“ finanziell unterstützt werden. Im Cluster 1 sind folgende Europäische Partnerschaften in Planung (Achtung: alle Startjahre sind voraussichtlich, und können sich noch ändern):

  • European Partnership for Health Innovation - Innovative Health Initiative (IHI): Gesundheitsinnovationen, Start 2021
  • European Partnership for EU-Africa Global Health: Weltgesundheit (EU-Afrika), Start 2021
  • European Partnership for Chemicals Risk Assessment: Chemie-Risikenabschätzung, Start 2021/22
  • European Partnership - ERA for Health Research: Medizinische Forschung, Start 2021/22
  • European Partnership on Health and Care Systems Transformation: Transformation des Gesundheits- und Pflegesystems, Start 2022/23
  • European Partnership for Personalised Medicine: Personalisierte Medizin, Start 2023
  • European Partnership on Rare Diseases: Seltene Krankheiten, Start 2024
  • European Partnership for One Health/AMR (Antimicrobial Resistance): Antibiotikaresistenz, Start 2023/24

Mission „Krebs“ (Mission Cancer)

Ein neuer Ansatz von „Horizon Europe“ sind Forschungs- und Innovationsmissionen mit dem Ziel, innerhalb eines definierten Zeitrahmens Lösungen für einige der größten weltweiten Herausforderungen zu entwickeln.

Im Gesundheitsbereich ist die Mission „Krebs“ (Mission Cancer) in Ausarbeitung. Ihr Motto: “Krebs besiegen: Mission Possible“ (Conquering Cancer: Mission Possible). Die Mission „Krebs“ will bis 2030 mehr als 3 Millionen Leben retten bzw. Leben verlängern und die Lebensqualität von Erkrankten verbessern. Durch ein besseres Verständnis von Krebs und verbesserte Prävention, Diagnose und Therapie soll die Lebensqualität aller betroffenen Menschen gehoben und in ganz Europa ein gerechter Zugang zur Krebsbehandlung sichergestellt werden.

Beschreibung der Zielgruppe:
Universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, FHs, Großunternehmen, KMU, NGOs, CSOs, Vereine, Multiplikatoren/Intermediäre, Kompetenzzentren etc.

Kontakt

Dr. Astrid Hoebertz
Dr. Astrid Hoebertz
Nationale Kontaktstelle Gesundheit
T +43 5 7755 4104
astrid.hoebertz@ffg.at