FAQs zu Austrian Life Sciences 2022

Die Fragenbeantwortung wird zu allgemeinen Informationszwecken zur Verfügung gestellt und darf nicht als vollständig oder für jede Situation anwendbar angesehen werden. Gerne nehmen wir Ihre Anregungen entgegen. Letzte Änderung am 1. April 2022

 

ALLGEMEIN

Welche Projekte können im Rahmen der Ausschreibung eingereicht werden?

F&E-Unternehmensprojekte von österreichischen Unternehmen zum Thema Digitalisierung im Gesundheitsbereich sowie zur Entwicklung neuer Arzneimittel, Diagnostika, Medizinprodukte und Impfstoffe können unterstützt werden. Ebenso Klinische Studien der Phase I und II von österreichischen Unternehmen im Themenfeld Infektiologie.

Im Rahmen dieser Ausschreibung können ein bis zwei Leitprojekte zum Thema innovative Produktionstechnologien – geprägt von höchster Funktionalität und Qualität sowie Wirtschaftlichkeit – im Life Sciences Bereich unterstützt werden.

Wo finde ich eine Definition zu den Forschungskategorien?

Die Definitionen zu den Forschungskategorien finden Sie in den Instrumentenleitfäden. Hilfreich ist auch die Betrachtung der Tabelle zur TRL-Systematik (Technology readiness levels). Zudem gibt es eine Detailbeschreibung zu Leitprojekten.

Wie viele Unternehmensprojekte können pro Unternehmen eingereicht werden?

In der Ausschreibung 2022 können maximal ein Projekt pro Jahr pro Unternehmen je Forschungskategorie sowie eine klinische Studie eingereicht werden.

Wer kann einreichen?

Österreichische Unternehmen aus dem Life Sciences-Bereich sowie im Falle eines Leitprojektes zusätzliche Akteure aus der universitären und außeruniversitären Forschung, Fachhochschulen, Höhere Technische Lehranstalten mit Sitz in Österreich können einreichen. Die Teilnahme ausländischer Partner ist (abhängig vom Förderungsinstrument) möglich. Die Beteiligung von Akteuren entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist gefordert. Weitere Informationen und allfällige Einschränkungen finden Sie in den jeweiligen Instrumentenleitfäden und im Ausschreibungsleitfaden.

Können Universitäten und COMET-Zentren einreichen?

Unternehmensprojekte: Nein, einreichberechtigt sind nur österreichische Unternehmen.

Die Ausschreibung fokussiert auf rasch umsetzbare Forschungs- und Entwicklungsergebnisse. Daher können nur österreichische Unternehmen einreichen. Forschungseinrichtungen und Kompetenzzentren können mit ihrer Expertise als Drittleister teilnehmen.

Leitprojekte: Ja, Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in Kooperation mit Unternehmen, wobei der Anteil der Forschungseinrichtungen an den förderbaren Kosten kumuliert 10% nicht unterschreiten und 50% nicht übersteigen darf.

Ist Projekt.Start auf die Austrian Life Sciences-Ausschreibung anwendbar?

Ja, Projekt.Start ist bei F&E-Unternehmensprojekten (in beiden Forschungskategorien) anwendbar. Für Leitprojekte ist die Anwendung nicht möglich.

Wie viel Geld steht zur Verfügung?

Es stehen insgesamt € 31 Millionen für das Jahr 2022 zur Verfügung.

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ANTRAGSTELLUNG UND AUSWAHLVERFAHREN

Wie erfolgt die Förderung?

Die Förderung erfolgt in nicht rückzahlbaren Zuschüssen.

F&E-Unternehmensprojekte können mit max. € 500.000,- gefördert werden, im Falle von klinischen Studien mit max. € 1.000.000. Ein Leitprojekt kann mit € 2.000.000 bis max. € 4.000.000 gefördert werden. Die Höhe des Zuschusses ist abhängig von der Unternehmensgröße bzw. Forschungskategorie (siehe Tabelle auf der Ausschreibungsseite).

Wo finde ich das Antragsformular?

Das Antragsformular für F&E-Unternehmensprojekte sind im eCall hinterlegt. Für ein Leitprojekt gibt es eine durchgängige online-Förderungsabwicklung (auch in der Antragsphase). Achten Sie in allen Fällen auf die formal richtige Vorlage und Auswahl der richtigen Forschungskategorie (Experimentelle Entwicklung oder Industrielle Forschung).

Müssen alle Kapitel im Antragsformular befüllt werden?

Ja. Sollten Sie der Meinung sein, dass ein Kapitel für Sie nicht relevant und/oder anwendbar ist, dann begründen Sie dies.

Wo kann ich einreichen?

Alle Informationen zur Einreichung finden Sie auf der Ausschreibungsseite.

Die Einreichung erfolgt im elektronischen Einreichsystem eCall der FFG.  Wählen Sie dort die Ausschreibung aus und legen Sie Ihr Vorhaben an.

Was ist bei der Einreichung zu beachten?

Die geplanten Projekte sollen im Zeitraum von 18 bis max. 24 Monaten umgesetzt werden können und den Einreichkriterien und Fristen in den Ausschreibungsdokumenten entsprechen. Das Vorhaben muss überwiegend in Österreich durchgeführt und der Nutzen muss in erster Linie für den Standort und die Gesellschaft in Österreich ersichtlich sein (Negativbeispiel: Durchführung einer multizentrischen Studie mit 2 Patienten in Österreich und 98 Patienten in anderen Ländern).

Kann aufgrund der Dringlichkeit auf geltende Qualitätsvorgaben verzichtet werden?

Nein, die Einhaltung von Qualitätsvorgaben (zB positives Votum der Ethikkommission, GCP, GMP) hat jedenfalls zu erfolgen.

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KOSTEN

Welche Kosten sind förderbar?

Förderbar sind alle dem Projekt zurechenbaren Kosten, die direkt, tatsächlich und zusätzlich (zum herkömmlichen Betriebsaufwand) während des Förderungszeitraums laut Förderungsvertrag entstanden sind. Details dazu finden Sie im FFG-Kostenleitfaden

Darüber hinaus gilt für klinische Studien, dass grundsätzlich alle studienrelevanten Kosten wie

  • Contract Research Organisation (CRO)
  • Zentren inkl. Probanden und Prüfteam
  • Prüfmaterial sowie die Contract Manufacturing Organisation (CMO)
  • Management im Unternehmen (Personalkosten, Materialkosten, Reisekosten)

förderbar sind. Es gibt keine Limitierung bei den Drittkosten.

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PROJEKTABWICKLUNG

Ist eine Wiedereinreichung bei negativem Beschluss bzw. nach dem 29.12.2022 möglich?

Es ist derzeit nicht vorgesehen, dass Projekte, die im Zuge der Evaluierung abgelehnt wurden, erneut in der gleichen Ausschreibung eingereicht werden können.

Kann eine Wiedereinreichung in einem anderen FFG-Programm erfolgen?

Ja. Je nach Ablehnungsgrund kann eine Einreichung in einer anderen FFG-Ausschreibung erfolgen. Halten Sie Rücksprache mit der FFG, ob die Mängel entsprechend behoben werden können.

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VERNETZUNG

Wie finde ich Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Branche?

Das Austrian Life Sciences Directory ist eine Sammlung von Profilen von Unternehmen und großen Forschungsinstituten, die in Österreich in den Biowissenschaften tätig sind. Mit dieser Datenbank können Sie Pharma-, Biotech- und Medtech-Unternehmen sowie Forschungsorganisationen identifizieren, die Ihren Interessen und Anforderungen entsprechen.

Wie finde ich geeignete Forschungseinrichtungen in Österreich?

In der FFG-Datenbank können Sie als Unternehmen nach Forschungspartner:innen suchen. Suchkriterien sind Branche, Organisationstyp und Regionen.

Wie finde ich klinische Partner zur Durchführung der Studien?

Die Medizinischen Universitätskliniken Graz, Innsbruck, Linz, Salzburg und Wien haben Koordinations-Zentren für Klinische Studien (KKS) eingerichtet. Sie unterstützen klinische Forschung nach gesetzlichen und ethischen Vorgaben. Nützen Sie die Kontakte zu den einzelnen Zentren bzw. richten Sie Ihre Fragen an kks@meduniwien.ac.at und michael.wolzt@meduniwien.ac.at

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Kontakt

Marlene Zellner
Marlene Zellner
Förderberatung, Einreichberatung, Terminanmeldung Vorgespräch Leitprojekt
T +43 5 7755 1518